DE: Mindestlohn und Dokumentationspflicht

 Deutschland: Mindestlohngesetz & Dokumentationspflicht

 

Wußten SIe, daß aufgrund des Mindestlohngesetzes viele Unternehmen in Zukunft neue bzw. höhere Dokumentionspflichten bzgl. der täglichen Arbeitszeiten haben? Nachfolgend ein Auszug aus  „Der Mindestlohn Fragen & Antworten“ (Stand: Januar 2015, Herausgeber: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Referat Öffentlichkeitsarbeit und Internet, 11017 Berlin.) Zur Broschüre.

 

„Wer muss seine Arbeitszeiten dokumentieren?

Eine besondere Aufzeichnungspflicht der Arbeitszeiten gilt für Minijobber – außer in Privathaushalten.

Auch bestimmte Branchen, die besonders anfällig für Schwarzarbeit sind, müssen Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit schriftlich festhalten. Dazu zählen z.B. das Baugewerbe, Gaststätten und Herbergen, Speditions-, Transport- und Logistikbereich, Unternehmen der Forstwirtschaft, Gebäudereinigung, Messebau und Fleischwirtschaft.

Auch Zeitungszustellerinnen und -zusteller und Beschäftigte bei Paketdiensten müssen regelmäßig ihre Arbeitszeit aufzeichnen. Die Aufzeichnungen müssen zwei Jahre aufbewahrt und bei einer Prüfung dem Zoll vorgelegt werden.“

 

Wer kontrolliert, dass der Mindestlohn auch gezahlt wird?

Die Kontrolle liegt, wie bisher bereits bei den Branchenmindestlöhnen, bei den Behörden der Zollverwaltung, Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS).

 

Nach welchem System wird der Mindestlohnkontrolliert?

Die Behörden der Zollverwaltung, Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) werden im Rahmen eines risikoorientierten Prüfansatzes kontrollieren. Bei allen Prüfungen der FKS wird die Einhaltung des Mindestlohns kontrolliert.

 

Welche Sanktionen werden bei Verstößen verhängt?

Mindestlohnverstöße können mit einer Geldbuße von bis zu 500.000 Euro sanktioniert werden. Verstöße gegen Verpflichtungen im Rahmen der Kontrolle, wie zum Beispiel die Dokumentation der Arbeitszeit, können mit einer Geldbuße von bis zu 30.000 Euro geahndet werden. Außerdem kann das Unternehmen von der Vergabe öffentlicher Aufträge ausgeschlossen werden.

 

Wo finde ich weitere Informationen zum Mindestlohn?

Auf der Mindestlohn-Website www.der-mindestlohn-gilt.de sind zahlreiche weiterführende Informationen zum Mindestlohn zusammen gestellt, u. a. eine Übersicht der Branchen, die während einer dreijährigen Übergangszeit auf der Grundlage des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes vom gesetzlichen Mindestlohn abweichen dürfen.

 

Lösungsanstz von web4job.ch:

Bei web4job.ch haben Sie die Möglichkeit, die Zeiten des Dienstplans im Rahmen der Zeiterfassung – sofern die realen Zeiten stimmen – diekt zu übernehmen. Alternativ gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie die Mitarbeiter Arbeitsbeginn und -ende sowie Pausen selbständig erfassen können. Weitere Informationen finden Sie unter Zeiterfassung.